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Betriebsratsverseucht

Von Wolf Reuter | 19.Januar 2010

 Betriebsratsverseucht ist also jetzt Unwort des Jahres 2009.

Wir schließen uns mal dem unbekannten Kommentator an, der dazu schrieb, so könne man schwachsinnige Wörter, die keiner kenne, wenigstens bekannt machen.

Ja, auch wir kannten das nicht. Ein Baumarkt soll das Wort benutzt haben, um seine - nun ja - nicht betriebsratsfreien - Betriebe zu kennzeichnen. Nicht schön? Nein. Aber ein ziemlicher Einzelfall, wenn es überhaupt stimmt. Die Quelle ist unsicher (ein Fernsehmagazin, verzerrte Stimme, Schattenbild). Raue Sprache lässt zudem nicht immer auf den falschen Umgangston schließen.

Unworte gibt es reichlich. Unser Kandidat seit Jahren: “Soziale Gerechtigkeit”, nach der Berliner Soziologin Saccà ist das z.B. der inhaltsleerste Begriff, den es im Deutschen überhaupt gibt.


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