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Es ist der 2. Mai 2010 – Die meisten Menschen gehen gerne zur Arbeit!!!
Von Wolf Reuter | 2.Mai 2010
Der 1. Mai ist vorbei und war weniger schlimm, als allgemein erwartet wurde (*).
Noch besser wird alles durch eine Umfrage der Zeitschrift “Stern” aus der vergangenen Woche, auf die wir aufmerksam machen wollen. Wie dort beinahe unbemerkt festgestellt wurde, gehen die meisten Deutschen gern zur Arbeit – 86 %! Fast genauso viele sind mit ihren Job zufrieden, jedenfalls normalerweise. Wow.
Und wie passt das zu den regelmäßigen “Untersuchungen” nutzloser “Wissenschaftlicher Institute”, die uns suggerieren, die terrorisierten Mobbingopfer (neuzeitliche Definition des Arbeitnehmerbegriffs) schleppten sich krank zur Arbeit? Gar nicht, natürlich. Gemeinsam mit den Berufsgemobbten (z.B. Günther Walraff) in den Talkshows stellen sie in Deutschland eine kleine Minderheit.
Fast interessanter als die Meldung ist die dazugehörige Onlinedebatte. Die Kommentare reichen von “Propagandalüge” bis zum Bekenntnis des Selbständigen (“Lazarus09″) er werde “abgezockt”, von allen, den Kunden, den Banken und Versicherungen, die alle “Arbeit für Lau” fordern.
Ich kenne Menschen in erstklassigen Jobs, die sich verändern wollen – aber nur, weil sie sich weiter entwickeln möchten. Das ist kein mobbinggetränkter Unglücksfall, sondern einfach Ausdruck ihres Willens, nicht stehen zu bleiben. Dass es diese Menschen gibt, ist ein Glücksfall für uns alle, dass man sie vielleicht mit dem Label “unzufrieden” in Statistiken schummelt, eine Frechheit.
(*) Wir beziehen uns auf Berlin, am 1. Mai traditionell der Nabel der Welt; ein Polizist ist aber o schwer von einem Stein getroffen worden, dass er zunächst die Beine nicht mehr bewegen konnte. Das zählt in der Gesamtschau als “war nicht so schlimm”.
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